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Niederglatt war ursprünglich ein reines Bauerndorf. Nach dem Bau der Bahnen siedelte sich dann um die Jahrhundertwende auch etwas Industrie an, die Arbeit und Verdienst ins Dorf brachte. Als bedeutendster Betrieb sind die Metallwerke Refonda zu erwähnen, wo Aluminiumabfälle zur Wiederverwertung eingeschmolzen wurden. Der Schmelzbetrieb ist anfangs der Neunzigerjahre eingestellt worden und stattdessen siedelte sich die Allega AG, ebenfalls eine Tochterfirma der Alusuisse, in Niederglatt an. Beim Bahnhof befindet sich auch die Firma ISCO, J. Schindler & Co AG, welche Verpackungsmaterial bedruckt. Daneben hat Niederglatt ein umfangreiches örtliches Gewerbe, welches im Gewerbeverein Niederglatt organisiert ist.

Heute gehört Niederglatt zur Agglomeration Zürich. Nur noch wenige Landwirte finden hier ihr Auskommen. Sie betreiben vorwiegend Ackerbau. Ein Teil der Bevölkerung ist im örtlichen oder regionalen Gewerbe beschäftigt, der grössere jedoch in der Region Flughafen und in der Stadt Zürich.

Gleichwohl liegt Niederglatt mitten im Grünen und zwar am Rande des Neeracherriedes, ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Urkundlich wurde die Gemeinde erstmals 1141 unter dem Namen Niderunglatto erwähnt. Schon viel früher, vor zirka 1500 Jahren, hatte der Alemannenführer Nosso hier den Hot „Nossinchova“ gegründet, das heutige Nöschikon. Der Dorfteil rechts der Glatt gehörte seinerzeit zur Grafschaft Kyburg und wird heute noch mit Grafschaft bezeichnet. Das Gebiet links der Glatt stand unter der Verwaltung der zürcherischen Obervogtei Neuamt. Ihrem Wappen ist das Gemeindewappen Niederglatt nachgebildet; es enthält auf blauem Grund einen goldenen Stern und darüber einen goldenen Halbmond. 1840 wurde Niederglatt mit Beschluss des Grossen Rates von der Gemeinde Niederhasli abgetrennt und zur selbstständigen politischen Gemeinde erklärt. Diese gehört aber nach wie vor zur reformierten Kirchgemeinde und zur Oberstufenschulgemeinde Niederhasli. Einen eigenen Friedhof erhielt Niederglatt erst im Jahre 1972. Im neuen Dorfzentrum Eichi wurden 1979/80 eine Kirche, ein Oberstufenschulhaus und ein grösserer Mehrzwecksaal fertig gestellt. In den Jahren 89/90 ist das Zentrum mit dem Gemeindehaus und dem Altersheim mit 40 Betten ergänzt worden. Am Altersheim sind auch die Gemeinden Höri, Neerach, Stadel und Weiach beteiligt.

quelle niederglatt.zh.ch