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Die erste urkundliche Erwähnung von Wil ist für das Jahr 1216 nachgewiesen. Der Name leitet sich vermutlich aus dem lateinischen villa für Guts- und Herrenhof ab, ist aber nicht bewiesen. Der am 16. Juli 1216 verfasste Schiedsspruch vom Bischof Konrad ist das älteste Dokument, auf dem der Ortsname auftaucht. Er ist in lateinischer Sprache gehalten und behandelt einen Streit zwischen den Johannitern von Bubikon und den Benediktinern von St. Johann im Thurtal. Darin wird ein Leutpriester Albert von Wil (Albertus, plebanus de Wile). Gleichzeitig dokumentiert dieser Schiedsspruch das Wil schon 1216 eine selbständige Pfarrei war.

Die Pfarrkirche war vermutlich eine Stiftung des Freiherrn von Tengen, der zur damaligen Zeit der grösste Grundbesitzer im Rafzerfeld war. Denn das Tengsche Haus neben der Stadt Eglisau auch den Kirchensatz zu Wil, Bülach und Kloten.

Zwischen 1259 und 1407 ist urkundlich ein Ministerialgeschlecht «von Wil» des Freiherrn von Tengen nachgewiesen. Diese wird mit grösster Wahrscheinlichkeit die Burg auf dem Holbuckrain bewohnt haben. Der Hügel liegt nordwestlich des Dorfes Wil, und wird auch als Burg bezeichnet ob wohl die Feste «Schnitzberg» oder «Schnetzburg» abgegangen ist. Es nur der noch sichtbarer Wallgraben gefunden werden konnte, geht man davon aus, dass es sich um eine Holzburg gehandelt hat.

Im Mittelalter übten die Habsburg-Laufenburger und später deren Nachfolger, die Klettgau Grafen von Sulz aus Tiengen (Hochrhein), sowohl Herrschaft als auch die hohe Gerichtsbarkeit aus.

Im Jahr 1651 erkaufte Zürich die Hohe Gerichtsbarkeit. Wil übernahm die Reformation 1523, in der Folge bestimmten die Zürcher den Pfarrer und den Landvogt.

1798 und in den napoleonischen Kriegen besetzten Franzosen, Österreicher und Russen Wil.

Am 22. Februar 1944 wurde ein Haus ausserhalb des Dorfes bombardiert, wobei alle 8 Personen, die gerade am Mittagstisch sassen, getötet wurden.

Seit ab 1960 Kieswerke die gewaltigen Kiesfluren abbauen, ist der Name Wil ZH weit herum bekannt geworden. Die starke Umwandlung der Landschaft soll durch eine sorgfältige Wiedergestaltung in gute Bahnen gelenkt werden.

quellen wikipedia wil.ch